SMART – Zieldefinition – Forschungsfrage

Aus dem Projektmanagement kommt das Akronym „SMART“ und dient zur Zieldefinition. Die SMART-Kriterien können auch als Orientierung zur Festlegung der Forschungsfrage verwendet werden.

SMART steht für:

englisch deutsch Erklärung
S Specific Spezifisch Ziele müssen eindeutig definiert sein (nicht vage, sondern so präzise wie möglich).
M Measurable Messbar Ziele müssen messbar sein (Messbarkeitskriterien).
A Accepted Ausführbar (Erreichbar) Ziele müssen von den Empfängern akzeptiert werden/sein (auch: angemessen, attraktiv oder anspruchsvoll).
R Realistic Realistisch Ziele müssen möglich sein.
T Timely Terminierbar Zu jedem Ziel gehört eine klare Terminvorgabe, bis wann das Ziel erreicht sein muss.

Quelle:  http://de.wikipedia.org/wiki/SMART_(Projektmanagement) [Zuletzt abgerufen am 24.9.2011, 14:46]

Betreuung der vorwissenschaftlichen Arbeit

Jede vorwissenschaftliche Arbeit wird von einer Lehrerin oder einem Lehrer betreut. Dafür gelten folgende Rahmenbedingungen:

  • In der Regel wird die Betreuungsperson Fachlehrer des jeweiligen Gegenstandes sein, dem die vorwissenschaftliche Arbeit zugeordnet werden kann.
  • Eine Betrauung durch die Schulleitung ist möglich, wenn die Betreuungsperson z.B. eine spezielle Zusatzausbildung erworben hat.
    • Der Leitfaden des Ministeriums nennt Zusatzausbildungen wie Projektmanagement, Interkulturelles Lernen und Ethik
  • Jede Betreuungsperson darf max. 5 vorwissenschaftliche Arbeiten betreuen.
  • Die Betreuungsperson darf das Thema, aber nicht den Schüler ablehnen.

Aufgaben

  • Vorgesehen ist eine kontinuierliche Betreuung, die auf organisatorische Belange konkretisiert wurde: Zeitplan, Struktur und Schwerpunktsetzung der Arbeit, Vorbereitung auf die Präsentation und Diskussion.
  • Gespräch am Beginn (in der vorletzten Schulstufe)
  • Beratung des Schülers bei der Formulierung des Themas
  • Begleitung und Coaching beim Erarbeiten und Schreiben der Arbeit
  • Abschlussbesprechung nach Fertigstellung / vor der Präsentation

Quelle: http://www.bmukk.gv.at/medienpool/20130/reifepruefung_ahs_vwa.pdf, Seite 21, Stand Jänner 2011 [6.9.2011]

Ergänzung zur Betrauung:

    • Denkbar wäre auch, dass eine Berufsausbildung der Betreuungsperson als Qualifikation von der Schulleitung anerkannt wird (speziell bei berufsbildenden Schulen.)
    • Betreuungspersonen, die ein zusätzliches Studium absolviert haben, könnten damit eine Zusatzqualifikation für die Betreuung einer VWA haben.
    • Einen Überblick über mögliche Lehrgänge (= Zusatzqualifikationen) können die Homepages der Pädagogischen Hochschulen geben (Medienpädagogik, Gesundheitspädagogik, …).
      Z.B. Lehrgänge an der PH-Steiermark: http://www.phst.at/index.php?id=1775&L=0   [Stand: 6.9.2011]

Diskussion, Fragen und Antworten zur vorwissenschaftlichen Arbeit

Bei der Vorbereitung auf und bei der Arbeit an der vorwissenschaftlichen Arbeit treten Fragen oder Unsicherheiten auf?  Das ist kein Problem. Seit heute ist das Diskussionsforum zur vorwissenschaftlichen Arbeit freigeschaltet.
Bis zum Start der abschließenden Arbeit (vorwissenschaftlichen Arbeit) wird natürlich auch über die Fachbereichsarbeiten (FBA) diskutiert.

Rückmeldungen zur Webseite, Wünsche, Verbesserungsvorschläge usw. sind ebenfalls willkommen.

Zum Diskussionsforum >

Fachbereichsarbeiten

Die derzeitige Form der vorwissenschaftlichen Arbeit ist die Fachbereichsarbeit (in der BHS werden die Fachbereichsarbeiten (FBA) auch „Diplomarbeiten“ genannt). Informationen, Anleitungen usw. zu den Fachbereichsarbeiten können abgesehen von z.T. abweichenden Rahmenbedingungen (Umfang, Zeitplan, Präsentation) auch für eine vorwissenschaftliche Arbeit brauchbar sein.
Auch Schülerinnen und Schüler, die vor 2012/13 (in der BHS 2013/14) maturieren, können diese Informationen für ihre Fachbereichsarbeit (auf freiwilliger Basis) verwenden.

Leitfaden zur Fachbereichsarbeit (R. Erlach, B. Schmut, PH Steiermark, PDF) >>
Wissenswertes für das Verfassen von Fachbereichsarbeiten (F. Moser, PH Salzburg, PDF) >>

Umfang (Seitenanzahl, Zeichenanzahl) der vorwissenschaftlichen Arbeit

Das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur sieht für die vorwissenschaftliche Arbeit einen Umfang (Texteil und Abstract) zwischen 45.000 und 60.000 Zeichen vor. Das sind ca. 15 bis 20 Seiten wenn man mit ca. 300 Wörtern pro Seite rechnet. In die Berechnung der Zeichenanzahl sind die Leerzeichen mit eingerechnet. Nicht gezählt werden dürfen Vorwort und die Verzeichnisse (Inhaltsverzeichnis, Literaturverzeichnis usw.)

Zusammenfassung:

  • Textteil und Abstract
  • 45.000 – 60.000 Zeichen
  • inkl. Leerzeichen
  • exkl. Verzeichnisse

Quelle: http://www.bmukk.gv.at/medienpool/20130/reifepruefung_ahs_vwa.pdf, Seite 14, Stand Jänner 2011 [6.8.2011]

Problematisch und bisher (6.8.11) noch ungeklärt ist der Umfang für vorwissenschaftliche Arbeiten bei denen die Hauptarbeit in Konstruktionen (DG), künstlerischen Arbeiten (BE), experimentelle Arbeiten (Physik, Chemie) und ähnlichem ist. Eine möglicher Lösungsansatz ist das Beschreiben der Arbeit in Worten (z.B. in Konstruktionsbeschreibungen, Experimentierbeschreibungen, …) aber vielleicht kommt noch eine bessere Lösung.

Wie finde ich das richtige Thema?

Das Thema für die vorwissenschaftliche Arbeit ist vermutlich eine der wichtigesten Entscheidungen, die getroffen werden muss. Wie kann ich das optimale Thema finden? Welches Thema passt zu mir? Die VWA wird dich begleiten, Zeit in anspruch nehmen und sollte zu einem Thema sein, welches Dich interessiert.
Leitfragen für die Themenfindung:

  • Gibt es ein Thema welches dich sehr interessiert?
  • Welches Unterrichtsfach interessiert dich am meisten?
  • Welchen Berufswunsch / Studienwunsch hast du?
  • Gibt es ein Hobby, welches sich eine VWA anbietet?
  • Bist du in einem Verein, der Thema für eine VWA sein könnte?
  • Hast du ein spannendes (Fach-)Buch gelesen, dass dein Interesse geweckt hat?
  • Hat ein Artikel in einer Zeitschrift dein Interesse geweckt?
  • Hast du mit einer Person ein interessantes Gespräch geführt?
  • Gibt es eine interessante Firma in deiner Nähe?
  • Gibt es ein Thema / Produkt / Krankheit / Sportart, welches dich in letzter Zeit beschäftigt?
  • Interessiert dich die Geschichte eines Ortes, einer Sportart, eines Vereines, eines Geräts, Instruments, einer Musikart, eines Verfahrens, eines Produktes usw.?
  • Interessiert dich die Politik, Wirtschaft, Entwicklung, Bevölkerung usw. eines Ortes, Bezirkes, …?
  • Hast du ein Referat ausgearbeitet, welches dich begeistert hat?
  • Wurde im Unterricht ein Thema angeschnitten mit dem du dich weiter beschäftigen möchtest?
  • Möchtest du gerne etwas erproben oder Experimente durchführen?
  • Interessieren dich Menschen oder Persönlichkeiten und deren Geschichte / Tätigkeit / Schicksal?

Mögliche Themen solltes du unbedingt notieren und sammeln, vielleicht in Form einer Mindmap. Wenn du unterwegs bist, kannst du z.B. auch ein Smartphone nutzen um sofort eine Notiz anzufertigen, damit die Idee nicht verloren geht.

Zeitplan zur Vorwissenschaftlichen Arbeit

Für den zeitlichen Ablauf sieht das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur folgende Schritte vor:

  • Vorletzte Schulstufe, 1. Semester: Anmeldung und Themenfindung
  • Vorletzte Schulstufe, 2. Semester: Genehmigung durch die Schulbehörde
  • Letzte Schulstufe, Beginn des 2. Semesters (Ende Februar): Abgabe der Vorwissenschaftlichen Arbeit inkl. Begleitprotokoll.
  • Präsentation und Diskussion zu einem von der Schulbehörde festgelegten Termin

Quelle: http://www.bmukk.gv.at/schulen/unterricht/ba/reifepruefung.xml#toc3-id8 [Stand 24.7.2011]

In der Oberstufe sollte die Vorbereitung von der 5. Klasse an starten (soweit nicht schon in der Unterstufe mit der Vorbereitung begonnen wurde).

  • Informatik: Technische Grundlagen zum Schreiben der Vorwissenschaftlichen Arbeit
  • Deutsch: Textsorte, Zitieren
  • Alle Fächer: Referate inkl. Zusammenfassungen als Vorbereitung

Downloads

Suche in wissenschaftlichen Dokumenten

Logo Google scholar

Logo_Google_scholar

Mit Google Scholar kann man in wissenschaftlichen Dokumenten suchen. Für die vorwissenschaftliche Arbeit ist es sicher empfehlenswert das gewählte Thema in Google Scholar zu suchen.

Google Scholar >>

Aufbau und Inhalt einer vorwissenschaftlichen Arbeit

Als Bestandteile einer vorwissenschaftlichen Arbeit nennt das bm:ukk in seiner Handreichung 1):

Titelblatt
Abstract in der Sprache der Arbeit (oder in Englisch)
Vorwort (optional)
Inhaltsverzeichnis
Textteil: Einleitung – Hauptteil – Schluss (Fazit)
Literaturverzeichnis
Abbildungsverzeichnis (optional)
Abkürzungsverzeichnis (optional)
Glossar (optional)
Anhang (optional)
Begleitprotokoll und Aufzeichnungen der Lehrkraft

 Weitere mögliche Inhalte, die in der Handreichung nicht genannt werden:
– Deckblatt (optional)
– Formelverzeichnis (optional)
– Tabellenverzeichnis (optional)
– Personen, Orts- oder Sachverzeichnisse (optional)
– Dankesworte (optional)
– Eidesstattliche Erklärung

Quelle:
1) bmukk (2011), „Vorwissenschaftliche Arbeit“ – Eine Handreichung, Online im Internet  URL: http://www.bmukk.gv.at/medienpool/20130/reifepruefung_ahs_vwa.pdf [Stand: 19.7.2011], Seite 15
WordPress SEO fine-tune by Meta SEO Pack from Poradnik Webmastera